Informationen zum Projekt LiMux

Die offiziellen Projektseiten der Stadt München sagen über das Projekt LiMux:

Das Münchner Projekt "LiMux - Die IT-Evolution" steht weltweit für einen mutigen Schritt. Erstmals hat sich eine Stadt dieser Größenordnung und Komplexität an die Einführung von freier Software auf ihren Arbeitsplätzen gewagt. Seit Mitte 2003 taucht der Projektname LiMux, der sich aus dem Wort Linux und dem großen "M" für Linux in München zusammensetzt, immerwieder in den Medien, auf Messen und bei Diskussionen auf.

Der Zusatz "Die IT-Evolution" steht im Gegensatz zur "Revolution", die versucht, durch einen scharfen Schnitt die aktuelle Situation zu ändern. Es wird eine langsame, aber kontinuierliche Entwicklung sein, die als Ziel eine modernere, den Anforderungen auf dem Arbeitsplatzrechner besser angepasste IT- Landschaft hat.

Die Landeshauptstadt München hat viel vor. Es wird allerdings keine kurzfristige Umstellung geben, bei der in einem "Big-Bang" die flächendeckende Linuxeinführung geschieht. Vielmehr geht es bei LiMux darum, die Lebenszyklen von Fachsoftware auszunutzen und nach erfolgter Abschreibung im Rahmen der dann nötigen Neuausschreibungen das zweite große strategische Ziel, die Plattformunabhängigkeit von Applikationen durch deren webbasierte Umsetzung zu erreichen. Das bedeutet natürlich ein längeres Nebeneinander verschiedener Systeme.

Aber auch der Umstieg auf Open Source Software am Arbeitsplatz muss nicht zwangsläufig mit der schnellen Einführung eines linuxbasierten Clients einhergehen. Open Source Software wie Mozilla (Firefox/Thunderbird) für Web und E-Mail, sowie OpenOffice als Bürosuite lassen sich ebensogut bereits unter Microsoft Windows einsetzen.

Von diesem hier beschriebenen "Münchner Weg" erhofft sich die Landeshauptstadt München in Zukunft einen wesentlich höheren Handlungsspielraum bei ihren IT-Projekten. Kurzfristige Mehraufwände werden durch langfristige Unabhängigkeit aufgewogen.